Unterwegs im Volkner Mobil 830 HG Mietfahrzeug

Für Leute, die ein voll ausgestattetes Luxus-Reisemobil ausprobieren möchten, sei es "nur mal so" oder im Vorfeld einer Kaufentscheidung, bietet die Firma Volkner Mobil aus Wuppertal die Möglichkeit einen 830 HG für eine Woche oder länger zu mieten. Nachfolgend lesen Sie den Erfahrungsbericht eines Nutzers, der 2 Wochen lang mit diesem Fahrzeug unterwegs war.

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Nach einer gründlichen und freundlichen Einweisung habe ich gestern das Fahrzeug übernommen. Erster Eindruck - alles picobello sauber, das Bett frisch bezogen, Handtücher, Bademäntel und alles vom Nähzeug über Kaffeemaschine bis zur zentralen Staubsaugeranlage vorhanden, Diesel- und Frischwassertank gefüllt. Heute werden nur noch die persönlichen Dinge wie Kleidung sowie einige Vorräte in fester und flüssiger Form ergänzt. Meine Frau ist froh, dass für alles genügend Platz vorhanden ist. Nachdem alles verstaut ist, geht es los. Als erfahrener Reisemobilist, der normalerweise Fahrzeuge auf Ducato-Basis bewegt, ist die Umstellung auf die größere Breite und Höhe des 830 HG schnell gelungen. Wir genießen die Aus- und Übersicht durch die große Frontscheibe. Es ist Feiertag, die Autobahnen sind relativ frei, das ohnehin entspannte Fahren wird durch häufigen Tempomat-Einsatz noch entspannter. Auch an Steigungen sind Kraftreserven vorhanden, um die Geschwindigkeit zu halten. Zur Übernachtung steuern wir Memmingen an.

Am nächsten Tag soll es weiter nach Österreich ins Ötztal gehen. Um es behaglich zu haben, ist nicht viel zu tun. Energie ist reichlich an Bord, Kabel ausrollen entfällt. Die Temperaturen der einzelnen Heizkreise habe ich bereits zu Hause programmiert: Gut geheizt im Wohnraum und im Bad, angenehm kühl im Schlafraum. Als besonders wohltuend empfinden wir die Fußbodenheizung. Mit einem Knopfdruck fährt die vollautomatische SAT-Anlage aus und liefert nach einer Minute ein Fernsehbild. Nach einem gemütlichen Abend lockt das große, von 2 Seiten zu besteigende Querbett im Heck. Der nächste Tag beginnt ausgeruht und ohne Rückenschmerzen. Meine Frau meint, die Matratze sei klasse. Mich interessiert nun erst mal die "Sanitärabteilung". Genug Platz, eine Porzellantoilette und eine richtige Dusche, die man auch nutzen kann, bei 500 Liter Wasservorrat und 350 Liter Grauwassertank. Wir genießen unser Frühstück, freuen uns aber schon auf die Weiterfahrt mit klarer Rollenverteilung: Ich als Fahrer, meine Frau als Beifahrerin. Der Fernpass ist zum Glück geräumt, so dass die Schneeketten im Staukasten neuwertig bleiben können. Über mautfreie Straßen erreichen wir bald den Campingplatz, auf dem wir die nächsten Tage in winterlicher Umgebung verbringen werden.

Mit wenigen Handgriffen vergrößern wir die Sitzgarnitur in eine wunderschön geräumige Rundsitzgruppe, auf der man sich auch mal ausstrecken oder dem Besuch Platz anbieten kann. Während meine Frau mitgebrachte Dekorationsgegenstände platziert, führe ich den Abwasserschlauch in die feste Entsorgungsöffnung, die dieser Platz bietet, und schließe das Stromkabel an. Morgen soll es auf die Piste gehen. Die Skisachen warten wohltemperiert in der beheizten Heckgarage. Nun kommt auch mal der zweite Fernseher im Schlafraum zum Einsatz, denn meine Frau möchte heute kein Skispringen sehen. In diesen Tagen erleben wir die Vorzüge eines wirklich uneingeschränkt winterfesten Reisemobils.

Aber wir haben ja noch vor, einige Ziele in Süddeutschland anzusteuern. Diesmal präsentiert sich der Fernpass bei schönstem Sonnenschein und toller Fernsicht. Da wir uns inzwischen so an den 830 HG gewöhnt haben, vergessen wir oft, dass wir ihn in wenigen Tagen wieder abgeben müssen.

Für mich bleiben die Eindrücke, dass, verglichen mit einem "normalen" Serienreisemobil, hier alles viel massiver, solider und überwiegend größer ist. Durch den "BrainPilot" kann die gesamte Aufbautechnik zentral gesteuert und überwacht werden. Und meiner Frau hat besonders gefallen, dass edles Geschirr und feine Gläser ihren festen, klapperfreien Platz haben, und natürlich, dass in den Schränken viel Platz für die Garderobe vorhanden ist. Für mich bleibt am Ende eine Frage unbeantwortet: "Was ist eigentlich schöner, den Volkner zu fahren oder darin zu wohnen?"

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